Kostensenkung durch bessere Verfahren
Schleif- und Polierprozesse bieten deutlich mehr Einsparpotenzial, als es auf den ersten Blick scheint. Untersuchungen im Menzerna-Technikum zeigen: die Arbeit an sparsameren Prozessen und höherer Qualität bringt wesentlich mehr als die Senkung der Einkaufspreise. Kürzere Bearbeitungszeiten und geringerer Pastenverbrauch bei gleicher oder besserer Qualität - das sind die Ziele, die Menzerna-Anwendungstechniker gemeinsam mit ihren Kunden erreichen wollen.
Herausforderungen in der Kostenstruktur
Die Gesamtkosten eines automatisierten Schleif- oder Polierprozesses entfallen typischerweise hälftig auf variable und fixe Kosten. Etwa 90 % der variablen Kosten entstehen durch Energie, Personal und Wartung. Diese Kostenanteile sind also durch bessere Prozessführung beeinflussbar. Die Verbrauchsmaterialien wie z.B. Schleifbänder, Polierringe sowie Polierpasten machen dagegen nur einen kleinen Anteil aus. Der Hebel für Einsparungen ist hier also deutlich schwächer. Trotzdem konzentriert sich die Optimierung häufig zuerst auf deren Einkauf, obwohl der Einfluss auf die Gesamtkosten begrenzt ist.
Zwei Wege zur Kostensenkung
Beschaffungsorientierter Ansatz
Preisvergleiche, Ausschreibungen und Bemusterungen wirken vor allem auf die Verbrauchsmaterialien. Dieser Bereich steht jedoch nur für 7 % der variablen bzw. 3,5 % der Gesamtkosten. Das Einsparpotenzial ist folglich gering.
Verfahrensorientierter Ansatz
Wesentlich kostenwirksamer ist es dagegen, wenn man sich auf die Reduzierung der Verbrauchsmengen, die Verkürzung von Bearbeitungszeiten und auf die Prozessstabilität konzentriert. Ein einfaches Rechenbeispiel macht deutlich, worum es geht: ein Werkstück wird auf einer Flachbettanlage poliert. Die Polierwalze benötigt fünf Passagen, bis sich der gewünschte Glanzgrad einstellt. Wenn es gelingt, die Anzahl der Passagen auf vier zu reduzieren, dann entspricht das einer Produktivitätssteigerung um sagenhafte 20%. Man könnte also von fünf Anlagen eine Anlage einsparen, oder man könnte 20% Kapazität gewinnen, ohne zusätzliche Anlagen anschaffen zu müssen.
Die Praxis zeigt, dass Ergebnisse wie in dem einfachen Rechenbeispiel tatsächlich erreichbar sind. Durch Austausch einer herkömmlichen Emulsion durch die Polieremulsion EM 291 von Menzerna konnte ein Kunde die Bearbeitungszeiten von Aluminiumteilen um 55 % reduzieren und den Pastenverbrauch halbieren, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wurde. Durch konventionelle Preisvergleiche bei Verbrauchsmaterialien wären solche Ergebnisse nicht zu erreichen.
Mehrwert durch Menzerna
Solche oder ähnliche Ergebnisse werden regelmäßig erzielt, wenn Menzerna-Produkte eingeführt werden. Der verfahrensorientierte Ansatz von Menzerna reduziert Kosten nachhaltig, verbessert Ablaufstabilität, steigert Output und ermöglicht eine konstant hohe Qualität – ein klarer Vorteil für die Wettbewerbsfähigkeit.