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Ordnung muß sein!
Kontinuierliche Verbesserung durch 5-S-Konzept
Seiri, Seiton, Seiso, Seiketsu und Shitsuke, das sind die japanischen 5 S, mit denen Menzerna in Produktion und Verwaltung künftig noch besser werden will. Die sinngemäße deutsche Übersetzung dieser Begriffe lautet: sortieren, sichtbare Ordnung schaffen, sauber halten, standardisieren und Standards überprüfen. Das 5-S-Konzept beschreibt einen fünfstufigen, kontinuierlichen Prozess der Neuplanung und Verbesserung von sauberen, sicheren und standardisierten Arbeitsplätzen. „Aktivitäten zur Erneuerung von Strukturen dürfen nie als abgeschlossen betrachtet werden“, betont Technischer Leiter Dieter Mas. „Alle Arbeitsplätze und Abläufe werden laufend von den Mitarbeitern hinsichtlich Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit überprüft und verbessert.“ Wenn eine Verbesserung umgesetzt wurde, werde sie als Standard festgelegt. Dieser gelte solange, „bis die nächste Verbesserungsmöglichkeit erkannt wird“, so Mas.
Seit Februar 2008 erhalten alle Mitarbeiter eine 5-S-Schulung. Externe Spezialisten zeigen auf, wie sich durch „verschwendungsfreies Arbeiten“ die Effizienz deutlich steigern lässt. Sofort danach geht es abteilungsweise an die Arbeit. Der erste Schritt „sortieren“ ist am Anfang des Prozesses eher ein „Ausmisten“. Jeder Mitarbeiter entfernt unnötige Gegenstände von seinem Arbeitsplatz und legt für alle verbleibenden Gegenstände einen eindeutigen Platz fest. Es folgt eine Grundreinigung. Die neue Ordnung und Sauberkeit wird als Standard definiert, der in regelmäßigen Audits überprüft wird.
Schon die erste Runde des Prozesses führte zu sichtbaren Ergebnissen. Farbige Bodenmarkierungen zeigen an, welche Materialien und Gegenstände wo und in welcher Menge zu stehen haben, Schubladen wurden mit Schablonen für bestimmte Gegenstände ausgelegt und Schattenbretter an den Arbeitsplätzen zeigen klar an, wo welches Werkzeug hingehört. „Es macht einfach Spaß, den eigenen Arbeitsplatz so zu gestalten, dass man sich dort wohl fühlt“, sagt Maschinenführer Jochen Strebl nach dem 5-S-Auftakt in seiner Abteilung und öffnet die peinlich genau aufgeräumte Schublade seiner Werkbank. Meister Frank Dobrovolny bestätigt: „Das Besondere an 5-S ist, dass alle Mitarbeiter aktiv an der Verbesserung ihrer eigenen Arbeitsplätze mitwirken können.“
Der erste Überprüfungs-Audit ließ nicht lange auf sich warten. Ergebnis: generell in Ordnung. Doch schon dieser erste Audit zeigte kleine Verbesserungsmöglichkeiten an den erst vor kurzem festgelegten Standards. Die „Hausaufgaben“ werden im Auditformular oder auf einem Flipchart deutlich sichtbar dokumentiert und bis zum nächsten Audit erledigt. Nun wird erkennbar, dass ein Prozess in Gang gekommen ist, der Menzerna in kleinen Schritten dem großen Ziel ,operative Perfektion' näher bringen wird.