News
Größenvorteil
Menzerna erweitert Großtankanlagen
Auf dem schon lange eingeschlagenen Weg zur „Humanisierung der Arbeitswelt“ ist Menzerna erneut ein gutes Stück vorangekommen: Bestes und buchstäblich glänzendes Beispiel dafür ist die Tankanlage auf dem Freigelände vor der Produktionshalle.
Bislang lagerten acht Tanks mit flüssigen Einsatzstoffen zur Herstellung von Poliermitteln – hauptsächlich Mineralöle, Fette und Wachse – auf der Tanklagerfläche im Außenbereich. Für die beiden neuen Tanks wurde eigens eine neue Tanklagerfläche parallel zur alten errichtet. Befüllt sind sie mit 28 Tonnen Parafin und 26 Tonnen Talgfettsäure. Insgesamt hat die Tankanlage, wie der Technische Leiter Dieter Mas berichtet, ein maximales Fassungsvermögen von 140 Tonnen.
Die Investition von rund 80 000 Euro pro Tank zahlt sich auf jeden Fall aus. Mas begreift die Maßnahme nämlich als weiteren Schritt zur Arbeitserleichterung und zum Abbau körperlich belastender Arbeitssituationen. „Früher hatten wir die Einsatzstoffe in Sackware vorliegen. Sie mussten ins Hochregal geschafft, zur Fertigungsmaschine gebracht und dann von Hand eingefüllt werden. Heute geht das alles per Knopfdruck.“ Mit anderen Worten: Die Leitungen führen von den Tanks direkt zu den Maschinen beziehungsweise Verbrauchern. Die Anbindung über den Fahrweg erfolgt über einen Tunnel.
Fernziel ist es, von der Sackware einmal ganz wegzukommen. Bei den Flüssigstoffen hat Menzerna das bereits erreicht; „sie wurden sukzessive nach draußen verlagert“, sagt Mas. Etwas problematischer sind allerdings die Feststoffe. Bei Feststoffsilos gibt es die Problematik der Verklumpung und des Verschleißes. „Im Hinterkopf behalten wir die Feststoffsilos aber schon“, betont der Technische Leiter mit Hinweis darauf, dass durch die Umstellungen vor allem Platz in der Halle geschaffen werden soll. „Wir können damit Lagerkapazitäten sparen. Der Bau einer neuen Halle ist somit vorerst nicht notwendig.“
Weil außer dem wichtigen Thema „Platz“ die sozialen Aspekte bei Menzerna eine große Rolle spielen, passt auch das nächste Projekt gut ins Konzept. Noch in diesem Jahr werden so genannte Big Bags mit einem Fassungsvermögen von einer Tonne eingeführt. Sie sollen die übliche 25-Kilogramm-Sackware ersetzen. Ihr Transport erfolgt maschinell. Vorteile sind ein einfacheres und schnelleres Handling sowie eine geringere körperliche Belastung der Beschäftigten. „Dadurch schaffen wir die Voraussetzungen, dass Mitarbeiter über lange Zeit, auch wenn sie in ein höheres Alter kommen, diese Arbeitsplätze besetzten können“, ist sich Mas sicher.